Motivieren und Qualifizieren! - Potentiale An-/Ungelernter erkennen und nutzen 02.12.2015 bis 02.12.2015

#MoQua
Das Barcamp richtet sich an alle, die neue Wege bei der Qualifizierung von An-/Ungelernten gehen möchten. Nutzen Sie diese innovative Veranstaltungsform, um eigene Erfahrungen weiterzugeben und von Erfahrungen anderer zu profitieren. Vernetzen Sie sich mit den Akteuren der beruflichen Weiterbildung vor Ort. Entwickeln Sie gemeinsam neue Ideen wie An-/Ungelernte für Weiterbildung motiviert, deren Potentiale entdeckt und weiterentwickelt werden können. Eingeladen sind Beschäftigte von Weiterbildungseinrichtungen und Personalverantwortliche von Unternehmen, Berater-/innen und Trainer-/innen aus dem Bereich beruflicher Weiterbildung und Beschäftigung sowie Expert-/innen von Arbeitsagenturen, Gewerkschaften oder Arbeitgebervertretungen. Die kostenlose Anmeldung ist hier auf dieser Plattform möglich.

Sessionplan mit Etherpad-Links zur gemeinsamen Dokumentation während des BarCamps.

Teilnehmerliste zum Selbst-Eintragen, damit das Netzwerk wächst. Wer sich hier einträgt, ist damit einverstanden von anderen aus diesem Netzwerk kontaktiert zu werden.

Während des MoQua sind etliche Video-Interviews entstanden. Lutz Berger, Twitternamce @lutzland, hat diese Videos produziert und auf dieser Seite so schön präsentiert.

Navigation

 

Das andere Konferenzformat BarCamp

 

Das Format BarCamp als Umgebung für intensiven Austausch

Nur die Überschrift grenzt den Inhalt ein. Eine Agenda gibt es vorher nicht. Nach einer kurzen Einstimmung am Morgen entsteht die Agenda aus Beitrags-Vorschlägen von Teilnehmenden, die man bei einem BarCamp deshalb „Teilgebende“ nennt. So füllt sich die bis dahin leere Agenda in mehreren Räumen mit vielen Themen im Stundentakt. Nach der morgendlichen Session-Planung sucht sich jeder ausschließlich die ihn interessierenden Themen aus. Sessions dauern nur 45 Minuten. Die Ablauf-Gestaltung liegt bei den jeweiligen Session-Anbietern. Die beliebtesten Sessions sind meist die mit einer kurzen Einstimmung und anschließender Diskussion aller Session-Teilgeber.

Dass bei diesem „selbstorganisierten“ Format ganz viel Wissen übertragen wird, äußern Teilgeber oft am Ende. Ein typischer Satz „Ich hab noch nie so viel gelernt wie auf diesem BarCamp“. Dabei gab es keine didaktische Vor- oder Aufbereitung, keine vorgedachte Agenda, keine Vorauswahl von Experten.

Das ist informelles Lernen pur. Bei BarCamps gestalten wir einen Rahmen, der genau diesen informellen Wissensaustauch und auch neue Wissenskonstruktion anregt oder erleichtert. Und wie mächtig solch informelle Wissens-Transfer-Prozesse sein können, erlebt man am besten selbst als Teilgebender.

Was ist ein BarCamp?

It's a Open Source Version of a Conference – diese schöne Erklärung haben wir bei einem anderen BarCamp gefunden. Andere sagen, es ist der Web 2.0-Gedanke, in der realen Welt praktiziert.

Bei Themen BarCamps gibt es vorher nur die Überschrift – die Agenda entsteht morgens am ersten Tag. Dann werden alle Beiträge, die von Teilnehmern vorgeschlagen werden, Räumen und Zeiten zugeordnet. Und entsprechend den eigenen Interessen entstehen dann ganz verschiedene persönliche Agenden aller Teilnehmer des BarCamps.

Noch etwas ist anders: Man geht nicht zur Konferenz – man ist die Konferenz. Die Diskussion steht in den 45-Minuten-Sessions im Vordergrund. Die aktive Beteiligung ist erwünscht, lange Vorträge weniger.

BarCamps gehören zu den Un-Konferenzen. Die sind entstanden, weil dem viele Konferenzteilnehmer nachher berichten, das Beste waren die Pausen. In den Pausen sucht man sich die Gesprächspartner aus, und die Themen über die man sprechen will. Genau das organisiert man bei einem BarCamp am Morgen eines jeden Tages bei der Session-Planung. Oder anders ausgedrückt: Bei BarCamps nutzt man die viel größere Expertise des Plenums. Soviel kann ein einzelner Referent gar nicht aufbringen. Dieses Umdrehen des Austausch-Prinzips hat zudem noch den Vorteil, dass die Session-Gestalter in der Regel selbst mit mehr Wissen aus der Session kommen, als sie eingebracht haben.

Wer mehr über BarCamps wissen will, die "ZEIT" hat einen guten Artikel dazu geschrieben:
http://www.zeit.de/online/2008/48/barcamp?page=1
Auch aus der Beschreibung des CorporateLearningCamps kann man etwas vom Spirit des BarCamp-Formats erfahren: http://khpape.wordpress.com/2013/10/10/drittes-corporatelearningcamp-hatte-fast-180-teilgeber-clc13/

Unterstützt durch das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft, Baden-Württemberg: Weiterbildung für An- und Ungelernte neu denken - "Motivieren und Qualifizieren!" am 2.12.2015 in Heidelberg